In der CDU mehren sich die Stimmen, die einen Neustart des Rennens um den Parteivorsitz und eine Kandidatur von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordern. Olav Gutting, CDU-Vorstandsmitglied und Bundestagsabgeordneter aus Schwetzingen, sagt dem SPIEGEL: „Ich würde mich mit vielen anderen freuen, wenn Jens Spahn zur Wahl stünde.“ Der Magdeburger Abgeordnete Tino Sorge sagt zu einer möglichen Spahn-Kandidatur: „Meine Unterstützung hat er.“ Michael Hennrich, CDU-Parlamentarier aus Nürtingen, sieht Spahn als idealen Partner eines möglichen Unionskanzlerkandidaten Markus Söder (CSU): „Jens Spahn würde gemeinsam mit Markus Söder für einen echten Generationenwechsel stehen“, sagte Hennrich.

Lesen Sie hier die ganze Story:

Ein Gespenst geht um in der CDU. Es taucht in diesen Tagen auf, sobald sich in Berlin-Mitte zwei, drei oder mehr Bundestagsabgeordnete treffen. Es taucht in der Provinz auf, wenn dort Christdemokraten miteinander reden. Das Gespenst taucht auf, wenn das Gespräch auf den Parteitag Anfang Dezember kommt, es ist gerade überall und nirgends, sein Name ist Jens Spahn.

Bevor das Gespenst auftaucht, so berichten es Teilnehmer solcher Gespräche, geht es erst mal darum, wer wohl nächster Parteichef wird. Armin Laschet, Friedrich Merz oder Norbert Röttgen, die drei stehen zur Wahl. Es dauert dann nicht lange, bis die Defizite der Kandidaten zur Sprache kommen: der eine zu fahrig, der andere zu gestrig, der nächste zu arrogant. Oft sei man sich rasch einig, so wird es aus der Partei berichtet: Leider überzeuge keiner der drei auf ganzer Linie. Das sei der Moment, in dem das Gespenst auftauche.

Was denn mit dem Jens sei oder dem Herrn Spahn? Ob der nicht antreten könne? Wäre der nicht der Beste?

Das Problem: Jens Spahn, 40, Bundesgesundheitsminister, steht im Dezember gar nicht zur Wahl. Noch nicht jedenfalls.

Es ist eine seltsame Stimmung, in der die CDU ihrem Parteitag entgegengeht. Was dort in zwei Monaten vollzogen werden soll, ist nicht weniger als ein…