Rechter Terror
Gedenken an Opfer des Anschlags in Halle: „Faktisch alles verändert“

Gedenkkränze vor der Synagoge: In Halle haben die Gedenkveranstaltungen zum ersten Jahrestag des Anschlags auf die jüdische Gemeinde begonnen

© Ronny Hartmann / AFP

Ein Jahr ist es her, dass ein Attentäter in Halle ein Blutbad anrichtete. Für viele Menschen ist das Leben seither nicht mehr dasselbe. Am Freitag steht in der Stadt alles im Zeichen von Gedenken und Solidarität mit den Opfern.

Ein Jahr nach dem rechtsextremen und antisemitischen Terroranschlag hat in Halle das Gedenken an die Toten und Verletzten begonnen. Am 9. Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Mann vergeblich versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der mehr als 50 Gläubige den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur feierten. Als das misslang, erschoss der Mann eine 40 Jahre alte Passantin, tötete beim Angriff auf einen nahe gelegenen Döner-Imbiss einen 20-Jährigen und verletzte zahlreiche weitere Menschen, ehe er nach rund eineinhalb Stunden gefasst wurde. Vor dem Oberlandesgericht läuft gerade der Prozess gegen den Angeklagten, der die Tat bereits eingeräumt hat.

Hakenkreuz-Schmierereien am Gedenktag

Am Abend vor dem ersten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlag von Halle hatten Unbekannte ein Gedenk-Graffiti…