Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident: 

„Als Bundespräsident möchte ich Ihnen, den Angehörigen, heute sagen: Wir stehen an Ihrer Seite. Wir alle. Die Menschen in unserem Land, trauern mit Ihnen. Wir vergessen nicht.“ 

Ein Jahr nach dem rechtsextremistischen Anschlag von Halle hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während einer zentralen Trauerfeier der Opfer gedacht. 

„Es kommt fast einem Wunder gleich, dass der grausame Plan scheiterte. Dieses Wunder verdanken wir auch einer Tür – einer alten hölzernen Tür! Sie, nur sie hat ein Blutbad verhindert. Das Bild dieser Tür mit ihren Einschusslöchern hat sich mir ebenfalls tief eingeprägt. Diese Tür ist ein Sinnbild für die Wunde, die der 9. Oktober gerissen hat. Aber für mich ist diese Tür auch ein Symbol der Stärke und des Zusammenhalts.“ 

Bei dem Attentat am 9. Oktober hatte der Rechtsextreme Stephan Balliet versucht, in eine Synagoge einzudringen und dort versammelte Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu erschießen. Nachdem ihm dies nicht gelang, erschoss der Täter eine 40-jährige Passantin und einen 20-jährigen Mann.  

Nun erinnern eine Gedenktafel und ein Denkmal an die Tat. Für das Denkmal gestaltete die Künstlerin Lidia Edal die Tür des Gotteshauses um, der vermutlich Dutzende Menschen ihr Leben verdanken. 

In der Ulrichskirche sprachen neben dem Bundespräsidenten auch der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle Max Privorozki – und Reiner Haselhoff, Ministerpräsident Sachsen-Anhalts.  

Max Privorozki, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Halle:  

„Es tut mir leid, aber wir sind empfindlicher geworden als früher. möglicherweise wird das irgendwann zu Ende sein, aber jetzt ist das noch nicht die Zeit. Ich hoffe wir kommen zurück zum normalen Leben, allerdings werden wir Jana und Kevin nie wieder haben.“ 

Reiner Haseloff, Ministerpräsident Sachsen-Anhalts:  

„So etwas an Planung eines kriminellen Terroraktes entsteht nicht im…