Demonstranten fordern Nachwahl
Machtkampf in Kirgistan: Präsident entlässt die Regierung

Menschen protestieren während einer Kundgebung auf dem zentralen Platz in Bischtek, Kirgistan. Foto: Vladimir Voronin/AP/dpa

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Ein Machtvakuum nach dem umstrittenen Parlamentswahlergebnis droht Kirgisistan zu destabilisieren.Die Euphorie nach der Beschlagnahme des Parlamentsgebäudes durch oppositionelle Gruppen hat sich schnell in Unsicherheit und Ungewissheit umgeachlagen.

Im Machtkampf im zentralasiatischen Kirgistan hat Präsident Sooronbaj Dscheenbekow die Regierung entlassen. Das geht aus einem in der Hauptstadt Bischkek veröffentlichten Dekret hervor.

Das Staatsoberhaupt akzeptierte damit den Rücktritt von Ministerpräsident Kubatbek Boronow. Der Regierungschef hatte nach den Ausschreitungen zu Wochenbeginn als Reaktion auf die von Fälschungen überschattete Parlamentswahl seinen Posten geräumt. Mehrere Oppositionsgruppen beanspruchen nun die Macht für sich. Die Lage in dem Land an der Grenze zu China ist unübersichtlich.

Die Demonstranten fordern seit Tagen eine Neuwahl und den Rücktritt des Präsidenten. Dscheenbekow signalisierte nach drei Jahren im Amt, nach der Bildung einer neuen Regierung zurückzutreten. «Ich fordere alle…