Der Wert der gemeldeten Coronainfektionen in Deutschland steigt weiter. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte, haben die Gesundheitsämter zuletzt 4516 Neuinfektionen innerhalb eines Tages übermittelt. Von Mittwoch auf Donnerstag war die Zahl bereits erheblich angewachsen – von 2828 auf 4058 gemeldete Fälle.

Dass sich das Coronavirus in Deutschland wieder verstärkt verbreitet, zeigen auch weitere Zahlen. Zum einen steigt die Rate der positiven Tests momentan an. In der vergangenen Woche fielen 1,64 Prozent der Coronatests positiv aus, in der Vorwoche waren es 1,22 Prozent. Außerdem müssen immer mehr Menschen in Deutschland mit Covid-19 auf der Intensivstation versorgt werden:

Am Donnerstag lagen laut RKI 487 Corona-Infizierte auf Intensivstationen, 239 davon mussten künstlich beatmet werden.

Eine Woche zuvor, am 1. Oktober, lag der Wert der Intensivpatienten noch bei 362, 193 Erkrankte mussten künstlich beatmet werden.

Von einem Mangel an Intensivbetten ist Deutschland dennoch weit entfernt. Dem deutschen Intensivregister zufolge sind aktuell knapp 8500 Intensivbetten frei.

Großstädte als Corona-Hotspots

Vor allem in Großstädten entwickelt sich die Corona-Situation immer mehr zum Problem. Zuletzt hatten Berlin, Bremen und Frankfurt den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. In der Frankfurter Nachbarstadt Offenbach betrug der Wert am Donnerstag sogar 68,3 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

Mit Köln und Essen befinden sich auch zwei nordrhein-westfälische Großstädte nur noch knapp von dem Schwellenwert entfernt. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für Köln am Freitag mit 49,8 (plus 4,4 im Vergleich zum Vortag) an, für Essen mit 48,4 (plus 5,0). Zudem meldete es einen massiven Anstieg in Herne: Die Ruhrgebietsstadt kam auf einen Wert von 56,2 (plus 22,4 im Vergleich zum Vortag) und gilt damit jetzt als Corona-Risikogebiet. Dies zeigt, wie schnell…