Nach technischen Kontrollen
Italien setzt Rettungsschiff „Alan Kurdi“ erneut fest

Das Seenotrettungsschiff «Alan Kurdi» im Mittelmeer. Das Schiff der Seenotretter-Organisation Sea-Eye darf vorerst nicht mehr aus dem Hafen in Olbia auf Sardinien auslaufen. Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa

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Auch in der Corona-Krise kommen weiter Migranten in Italien an. Manche von ihnen werden zuvor von Hilfsorganisationen aus dem Mittelmeer gerettet. Nun setzt die Regierung in Rom das Rettungsschiff «Alan Kurdi» erneut fest.

Die italienischen Behörden haben das private deutsche Rettungsschiff „Alan Kurdi“ erneut in einem Hafen festgesetzt. Wie die Küstenwache am Freitagabend berichtete, darf das Schiff der Seenotretter-Organisation Sea-Eye nicht mehr aus dem Hafen in Olbia auf Sardinien auslaufen.

Bei technischen Kontrollen seien „Unregelmäßigkeiten“ gefunden worden, die die Sicherheit von Crew und Bootsmigranten an Bord gefährden könnten, erläuterte die italienische Küstenwache. „Die erneute Festsetzung ist rein politisch motiviert und gefährdet Menschenleben“, sagte dagegen Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye. Die Betreiber mit Sitz in Regensburg würden Klage einreichen, kündigte er an.

Alan Kurdi angeblich schon länger reparaturbedürftig