Patrick Richter, Geschäftsführer „Agile Wind Power“
„Es ist ein besonderer Moment. Jetzt steht die Anlage endlich, nach langer, langer Zeit.”

Martin Jäschke, DER SPIEGEL
„Saubere Energie aus Windkraft findet ja eigentlich jeder erstmal gut – aber in der Nähe von Windkraftanlagen wohnen wollen viele dann lieber doch nicht.

Obwohl es strenge Grenzwerte gibt, klagen einige Anwohner über störende Geräusche, über Schattenwurf, der Stress verursacht – und häufig wollen Anwohner auch keine neuen Windkraftanlagen aus Sorge um Vögel oder Fledermäuse, die durch die Rotorblätter getötet werden könnten. Fast überall, wo es Windkraftanlagen gibt, gibt es auch Bürgerinitiativen dagegen.”

„Ein Start-up aus der Schweiz hat jetzt eine neue Windkraftanlage entwickelt, bei der die Rotorblätter vertikal ausgerichtet sind, und dabei sollen viele der Probleme deutlich kleiner sein. Hier, auf einem Testfeld für Windkraftanlagen in Frimmersdorf in der Nähe von Mönchengladbach, wird gerade der erste Prototyp dieser Anlage aufgestellt und in Betrieb genommen. Wir haben uns gefragt, ob diese vertikale Bauweise gegen den stockenden Ausbau der Windenergie in Deutschland helfen könnte.”

Die Anlage des Schweizer Start-ups ist ein sogenannter „Vertikalachser”. Das heißt, die Rotorachse ist senkrecht gebaut und auch die drei Rotorblätter sind senkrecht montiert. Bei den bekannten Windrädern liegt die Rotorachse horizontal – und muss mit den Rotorblättern immer gegen den Wind ausgerichtet werden, während der Vertikalachser immer richtig steht, egal aus welcher Richtung der Wind kommt.

Grundsätzlich gibt es die vertikale Bauweise schon lange, meist aber nur in deutlich kleinerem Maßstab, etwa auf Hausdächern. Vertikale Anlagen in größerem Maßstab wurden zwar auch schon in den Achtziger- und Neunzigerjahren gebaut, bislang ist es aber nicht gelungen, in dieser Größe langlebige Anlagen mit effizienter Stromerzeugung zu konstruieren. Der Firmengründer Patrick Richter aus der…