Esa-Mission „Hera“
Start einer Asteroiden-Abwehr: Die Dinosaurier waren hilflos, „aber wir werden vorbereitet sein“

2024: Die Esa-Sonde „Hera“ untersucht den kleineren Brocken des Doppel-Asteroiden Didymos in 150 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde

© Esa-ScienceOffice.org

von Dieter Hoß
19.09.2020, 11:07 Uhr

Dass ein Asteroid einmal die Erde bedrohen wird, ist nur eine Frage der Zeit. Könnten wir die Katastrophe verhindern? Szenarien gibt es viele, doch nun machen es Esa und Nasa konkret. Die Verträge sind unterschrieben, eine Mission steht.

Als am 15. Februar 2013 ein Meteor über der russischen Stadt Tscheljabinsk im Ural explodierte, wurde der Welt eindringlich vor Augen geführt, dass die Gefahr real ist, dass ein Gesteinsbrocken aus dem All auf der Erde einschlagen könnte. 1500 Menschen wurden verletzt – die meisten durch splitterndes Fensterglas, das in weitem Umkreis der freigesetzten Druckwelle nicht standhalten konnte. Dabei schlug der Meteor nicht einmal ein, sondern zerbarst in der Atmosphäre; kleinere und größere Stücke wurden noch Monate später weit verteilt in der Region aufgefunden. Dass der physische Aufprall eines massiven kosmischen Brockens weit verheerendere Folgen haben würde, kann man sich leicht vorstellen.