Zeltstadt auf Lesbos
Flüchtlingshelfer: Angst vor neuem Lager ist berechtigt

Neu aufgebaute Zelte für die Umsiedlung von Migranten und Flüchtlingen stehen im provisorischen Zeltlager Kara Tepe wenige Kilometer nördlich der Ortschaft Mytilini. Foto: Panagiotis Balaskas/XinHua/dpa

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Rechtsanwälte haben keinen Zutritt, Handys sollen den Migranten abgenommen werden, Duschen gibt es keine – das neue Zeltlager auf Lesbos steht schon jetzt in der Kritik. Die größte Sorge von Hilfsorganisationen: Dass es einfach ein zweites Moria wird.

Die griechische Polizei hat in einer konzertierten Aktion immer mehr Migranten in das neue Zeltlager auf Lesbos gebracht.

Mittlerweile sollen sich dort nach Behördenangaben mehr als 3000 Migranten aufhalten. Damit wären nach dem Großbrand im Lager Moria letzte Woche weiterhin rund 9000 Migranten obdachlos – und längst nicht alle wollen das neue Lager beziehen. Zu viele Ängste und Gerüchte ranken sich um die in Windeseile errichtete Zeltstadt. Nun schalten sich auch Anwälte, Ärzte und Hilfsorganisationen ein und sagen: Die Zustände sind nicht gut.

«Wir haben keinerlei Informationen über das Lager und können die Menschen deshalb auch nicht so beraten, dass sie selbst eine fundierte Entscheidung…