DW: Herr Vogt, haben Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Zweifel daran gehabt, dass der VfB den direkten Wiederaufstieg schafft? Komplett souverän war die Saison ja nicht …

Claus Vogt: Ich denke, dass es für unseren Verein zunächst entscheidend war, die Situation anzunehmen, in der 2. Liga anzukommen und sich durchzusetzen. Wir hatten von Beginn an eine Favoritenrolle und das klare Ziel, den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Das erzeugt sicherlich einen gewissen Druck. Auf der anderen Seite gab es große Wechsel im Spielerkader während des vergangenen Sommers. Ein Team – gerade, wenn es neu zusammengestellt wird – muss aber, das kennen wir alle aus unseren Berufsbranchen, erst einmal zusammenwachsen, jeder muss seine Rolle finden. Das braucht sicherlich Zeit. Der wichtigste Erfolgsfaktor war aus meiner Sicht, dass alle im Club auch in schwierigen Phasen Ruhe bewahrt haben. Gleiches gilt für die Mannschaft. Am Ende hat es für den Aufstieg gereicht, darüber sind wir alle sehr froh. Ein wichtiges Ziel für die nächste Saison muss sein so früh wie möglich den Klassenerhalt zu sichern.

Was müsste der VfB tun, um in der Bundesliga konkurrenzfähig zu sein und weiterhin Fortschritte zu machen? Von außen betrachtet schien der VfB gut da zu stehen. Aber die zwei Abstiege erzählen eine andere Geschichte …

Für die sportlichen Fragen sind die sportlich Verantwortlichen zuständig. Was den VfB insgesamt betrifft und dessen Infrastruktur, so sind wir in Teilen gut aufgestellt. In der Vergangenheit wurde stark in die Infrastruktur investiert. Was die Anzahl der Trainingsplätze, die Räumlichkeiten für unsere Profis, aber auch die Infrastruktur für unsere Breitensportabteilungen angeht, haben wir in der Tat Nachholbedarf. Wie wir uns hier perspektivisch besser aufstellen und räumlich wachsen können, diskutieren wir derzeit unter anderem in Gesprächen mit der Stadt Stuttgart.

Vereinsorganisatorisch sind wir aus meiner Sicht gut aufgestellt. Die Gremien innerhalb der AG…