Kleines Festival, große Themen: Beim  8. „Film ohne Grenzen“Festival geht es um wichtige Fragen unserer Zeit: Menschenrechte, Menschenwürde, Humanität. Das Besondere: Das Filmfestival findet weitab der großen Metropolen in Bad Saarow statt. Das 5000-Seelen Dorf liegt am Scharmützelsee in Brandenburg und ist sonst eher als Kurort bekannt. Aber einmal im Jahr ist es Schauplatz eines cinasatischen Festes, bei dem sowohl lokale und internationale Produktionen gezeigt werden.

Filmfest gegen Fremdenfeindlichkeit

Aber das ist nicht alles: Das Festival versteht sich auch als Integrationsprojekt. Man wolle gezielt junge Menschen, vor allem mit Migrationshintergrund, erreichen, erklärt Susanne Suermondt, die Leiterin des Filmfests. Gerade in diesem Teil Brandenburgs, in dem laut Suermondt die Ressentiments gegenüber Ausländern sehr groß sind und in dem bei den Kommunalwahlen 2019 die AFD zweitstärkste Kraft wurde, sei dies sehr wichtig. Deswegen wird in diesem Jahr auch eine lokale Produktion gezeigt, die das Zusammenleben von Geflüchteten und lokalee Bevölkerung thematisiert. 

Beim Film „Masken für alle“ waren Geflüchtete die Hauptprotagonisten

Das Kurzportrait „Masken für alle“ wurde in Storkow gedreht, einem Nachbarsort von Bad Saarow. Der Film dokumentiert eine gemeinsame Aktion, bei der Deutsche und Geflüchtete aus Somalia und Syrien etwa 3.000 Masken für die Bewohner Storkows nähten. Anschließend wurden sie allen Bewohnern des Ortes kostenlos angeboten. Diese Bereitschaft, über die eigenen Bedürfnisse hinaus zu handeln, sei ein Zeichen von Mut, so Festivalleiterin Suermondt. 

Über Grenzen hinweg: internationale Produktionen

Mut – so lautet auch das diesjährige Motto des Festivals in Bad Saarow. Für Suermondt bedeutet das, „immer bereit zu sein, ein Risiko einzugehen, eigene Grenzen zu überwinden. Mut hat viele Gesichter.“ Eins dieser Gesichter heißt Khatera – sie ist die Protagonistin in der Dokumentation „A thousand girls like me“ der…