Über Nacht ins Rampenlicht
Investoren-Vorwürfe erschüttern Grenke

Die Aktien des Leasing- und Finanzierungsunternehmens Grenke brechen trotz der Zurückweisung von Vorwürfen zu angeblichen Unregelmäßigkeiten in der Bilanz weiter ein. Foto: Uli Deck/dpa

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Das Leasing-Unternehmen Grenke schafft es trotz Milliardengeschäften nur selten in die Schlagzeilen. Nun wird es heftig von einer Investorengruppe attackiert – und wehrt sich. Der Finanzmarkt, der gerade erst den Wirecard-Skandal wegstecken musste, reagiert nervös.

Es ist ein Dokument voller Vorwürfe, 64 eng beschriebene Seiten, für Nicht-Insider kaum zu verstehen. Was dran ist? Unmöglich zu sagen. Aber es reicht, um eine Firma international ins Rampenlicht zu bringen, die außerhalb von Fachkreisen sonst weitgehend unter dem Radar bleibt.

Die Grenke AG aus Baden-Baden, ein Leasing-Spezialist vor allem für Büroausstattungen und Software, agiert zwar mit Milliardensummen, ist aber eher unauffällig und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt geblieben – bis jetzt.

In dem besagten Bericht wirft die US-Investorengruppe Viceroy Research dem Unternehmen unter anderem Unregelmäßigkeiten in der Bilanz vor. Grenke reagierte: Der Bericht enthalte «Unterstellungen, die Grenke auf…