US-Präsident Donald Trump sagte dem Fernsehsender Fox News, der damalige US-Verteidigungsminister James Mattis habe sich gegen die Tötung von Baschar al-Assad ausgesprochen. „Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet“, machte der Präsident deutlich. Alles sei vorbereitet gewesen, doch „Mattis wollte es nicht tun“. Dieser sei ein „hoch überschätzter General“ gewesen, den er später gefeuert habe, sagte Trump weiter.

Die Entscheidung, Assad nicht zu töten, bereue er jedoch nicht. „Ich hielt ihn sicher nicht für einen guten Menschen, aber ich hatte die Chance, ihn auszuschalten, wenn ich gewollt hätte, und Mattis war dagegen“, so Trump. „Mattis war gegen das meiste von dem Zeug.“

Sprach sich offenbar gegen einen Spezialeinsatz aus: Ex-Verteidigungsminister James Mattis

Widerspruch zu früherer Aussage

Die Enthüllungen unterstützen Berichte aus dem Jahr 2018, als der Starjournalist Bob Woodward sein Buch „Fear: Trump in the White House“ (deutscher Titel: „Furcht: Trump im Weißen Haus“) veröffentlicht hatte. Demnach soll der US-Präsident über die Tötung Assads nachgedacht haben, nachdem der syrische Staatschef im April 2017 Chemiewaffen gegen Zivilisten eingesetzt hatte. Trump habe gesagt, die US-Streitkräfte sollten „hineingehen“ und Assad „töten“, berichtete Woodward in seinem Buch. Damals dementierte Trump den Vorgang. Ein Anschlag sei „nicht einmal besprochen worden“, erklärte er seinerzeit.

Trump erinnerte nun daran, dass nach dem Rücktritt Mattis‘ 2018 zwei führende Extremisten bei US-Angriffen getötet wurden. Der Anführer der Terrormiliz „Islamischer Staat“, Abu Bakr al-Bagdadi, starb 2019, in diesem Jahr wurde der iranische General Ghassem Soleimani getötet. „Ich habe Soleimani ausgeschaltet, habe al-Bagdadi ausgeschaltet“, sagte Trump. „Das waren zwei der größten Terroristen.“

Bei der Trauerzeremonie für General Ghassem Soleimani kam es in Teheran zu Protesten gegen die USA und Israel

Weiter schwere Verbrechen in Syrien

Unterdessen wirft die…