In Niederösterreich ist es mehr als 40 Migranten gelungen, sich in letzter Minute aus einem Kühllastwagen zu befreien. Wie die Polizei mitteilte, waren die Menschen aus Syrien, dem Irak und der Türkei – unter ihnen sechs Minderjährige – in schlechtem gesundheitlichem Zustand.

Den Betroffenen sei es gelungen, so laut auf sich aufmerksam zu machen, dass der Fahrer kurz anhielt. Sie hätten von Todesangst und Sauerstoffmangel während der Fahrt berichtet. In dem LKW, der über keine Belüftung verfüge, seien mehrere Personen in Ohnmacht gefallen.

Menschen sprangen von der Ladefläche

Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, wurde das Fahrzeug vor einer Woche nahe Bruck an der Leitha am Rande einer Autobahn entdeckt; die Stadt liegt rund 40 Kilometer von Wien entfernt. Zeugen hatten beobachtet, wie mehrere Menschen von dem LKW herabsprangen und in die Felder flüchteten. Mit einem Polizeihubschrauber und Einsatzkräften am Boden wurde das Gebiet weiträumig abgesucht. Die Beamten nahmen 38 Personen vorläufig fest, von denen viele ärztlich versorgt werden mussten.

Auch der 51 Jahre alte mutmaßliche LKW-Fahrer, ein türkischer Staatsbürger, der in Rumänien lebte, ist unter den Festgenommenen. Den Ermittlern zufolge kam das Fahrzeug von Rumänien über Ungarn nach Österreich. Das Versteck für die insgesamt 43 Flüchtlinge hätten die Schleuser sorgsam getarnt: Im Kühlanhänger des Sattelschleppers sei eine Luke in den Boden geschnitten worden. Hinter der Ladebordwand hätten die Täter Kartonrollen gestapelt, die den Blick ins Innere versperrten.

Fahrtbeginn in einem Waldstück

Laut Behörden gaben die Migranten an, sie seien auf verschiedenen Routen von der Türkei aus nach Rumänien gekommen, wo sie für längere Zeit untergebracht waren. Dann seien sie zu einem Waldstück an der ungarischen Grenze gebracht worden und dort über die Bodenluke in den LKW eingestiegen.

Österreichs Innenminister Karl Nehammer erklärte, der Kampf gegen Schlepperei und illegale Migration müsse…