Ehemalige US-Außenministerin
Madeleine Albright über Trumps Methoden: „Das Einmaleins des Autoritarismus“

Madeleine Albright, 83, war US-Außenministerin und Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen

© Lauren Bulbin

Die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright äußert sich im stern besorgt um die Stabilität der westlichen Demokratien, kritisierte Donald Trump harsch – und bewundert Angela Merkel.

US-Präsident Donald Trump sei kein Faschist, findet die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright. „Aber Trump hat mit Sicherheit einen autoritären Instinkt. Er glaubt, er selbst sei die Lösung von allem. Das besorgt mich zutiefst. Statt die Menschen zusammenzubringen, provoziert er Spaltung. Das ist eine Methode aus dem Einmaleins des Autoritarismus.“ Albright, als Tochter jüdischer Eltern 1937 in Prag geboren, musste als Kind erst von den Nazis, dann vor den Kommunisten fliehen. Von 1997 bis 2001 führte sie als erste Frau in der Geschichte das Außenministerium der USA. Mit dem stern sprach Albright von ihrem Haus in Washington aus Corona-bedingt per Videolink.