Lukaschenko: Nur Mythen
Belarus: 2000 Anzeigen wegen Gewalt

Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, spricht bei einem Treffen mit politischen Aktivisten aus Belarus. Foto: Andrei Stasevich/BelTA/AP/dpa

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Die Armeen von Russland und Belarus halten ein Manöver ab. Das sollte eigentlich bald enden. Doch davon keine Rede mehr. Und Staatschef Lukaschenko spielte die Revolution in seinem Land herunter.

Nach der massiven Gewalt von maskierten Uniformierten gegen friedliche Demonstranten in Belarus (Weißrussland) hat das Innenministerium in Minsk bisher mehr als 2000 Anzeigen erhalten. Diese Zahl nannte am Mittwoch der Chef der Kriminalpolizei Gennadi Kasakewitsch.

Viele Bürger beklagen massive Prügelattacken, Folter und brutale Festnahmen. Die Einsatzkräfte sind aber meistens nicht identifizierbar, weil sie maskiert sind und auch keine Erkennungszeichen tragen. Unterdessen besuchte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu das Nachbarland.

An der Westgrenze zu Polen und Litauen halten die Armeen beider Länder seit Montag ein Manöver ab – parallel zu Militärübungen der Nato im EU-Land Litauen. «Wir müssen nun über die zweite Stufe dieser Übungen nachdenken», sagte der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko der…