Erst ein Handy ausgewertet
Rechtsextreme Chatgruppen: Reul geht von weiteren Fällen aus

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa

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Fotos von Adolf Hitler, aber auch die fiktive Darstellung eines Flüchtlings in einer Gaskammer teilte die Gruppe in ihren Chat-Foren. 29 Polizisten sollen beteiligt gewesen sein.

Nachdem 29 Polizistinnen und Polizisten in NRW beschuldigt werden, in fünf aufgedeckten rechtsextremen Chat-Gruppen teilgenommen zu haben, geht Innenminister Herbert Reul (CDU) von weiteren Fällen aus.

Man habe bisher erst ein Handy gehabt, über das man an die jetzt Beschuldigten herangekommen sei, sagte Reul am Mittwoch in Düsseldorf. Bei den Razzien am Morgen seien weitere Handys beschlagnahmt worden.

Wahrscheinlich werde man durch deren Auswertung Hinweise auf weitere Chat-Teilnehmer finden, sagte Reul. Das Ursprungs-Handy habe einem 32-jährigen Beamten der Polizei Essen privat gehört, so die Ermittler. Er wurde eigentlich verdächtigt, Dienstgeheimnisse an einen Journalisten weitergegeben zu haben. Bei der Auswertung seien dann die rechtsextremen Fotos gefunden worden.