Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung die österreichische Hauptstadt Wien zum Risikogebiet erklärt. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, in der nun auch das Bundesland Wien als einziges Risikogebiet in Österreich aufgeführt wird. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Neben Wien listet das RKI neu die ungarische Hauptstadt Budapest sowie weitere Regionen in den Niederlanden, Kroatien, Frankreich und der Schweiz als Corona-Risikogebiete.

Meist folgt kurz nach der Einstufung als Risikogebiet eine entsprechende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, braucht einen negativen Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden ist. Kann er diesem dem örtlichen Gesundheitsamt nicht vorlegen, ist eine zweiwöchige Quarantäne verpflichtend. Wahlweise können sich Rückkehrer aus Risikogebieten auch unmittelbar nach ihrer Einreise in Deutschland testen lassen und sich bis zu einem negativen Testergebnis in häusliche Quarantäne begeben. 

Österreich wird zum Corona-Risikoland

Am Dienstag hatte die Alpenrepublik ihre Corona-Warn-Ampel für Wien und einige andere Regionen auf die zweithöchste „Stufe orange“ gesetzt – was aber zunächst keine Verschärfung der geltenden Schutzbestimmungen zur Folge hat.

Derzeit drohen Österreich – zumindest aber einzelnen Regionen – Reisewarnungen aus weiteren Ländern. Die Schweiz hat bereits eine Reisewarnung für Wien verhängt und könnte sie auf Tirol ausweiten. Auch Italien beobachtet die Entwicklung in Österreich genau. Auch hier könnten verpflichtende PCR-Tests für Reisende aus ganz Österreich erlassen werden, wie es etwa Zypern, Großbritannien und Norwegen bereits vollzogen haben.

Am Sonntag hatte Bundeskanzler…