Der coronabedingte Wirtschaftseinbruch fällt nach Einschätzung der Industriestaatenorganisation OECD in Europa und in den USA weniger heftig aus als zunächst angenommen.

Wegen der Covid-19-Pandemie hatte die OECD erst vor rund drei Monaten vor äußerst schweren und lang anhaltenden Folgen gewarnt. Es sei die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren zu erwarten.

Nun teilte die Organisation mit, die Weltwirtschaft dürfte 2020 um etwa 4,5 Prozent schrumpfen, nächstes Jahr werde dann ein Plus von 5 Prozent erwartet.

Für Deutschland wird am laufenden Jahr ein Minus beim BIP von 5,4 Prozent angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas dürfte sogar um 1,8 Prozent wachsen, teilte die OECD mit.

Chefökonomin Laurence Boone sagte, es gebe in der Krise immer noch viele Unsicherheiten: „Es muss alles getan werden, um das Vertrauen zu stärken.“ Regierungen müssten weiter Hilfe leisten, um Insolvenzen und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Betroffene Menschen müssten unterstützt werden, um einen neuen Job zu finden.

China, Europa und die USA schneiden bei der Wirtschaftsleistung nach OECD-Zahlen besser ab als erwartet. Dagegen liegen Indien, Mexiko oder Südafrika unter den bisherigen Erwartungen.

Icon: Der Spiegel