Annäherung von beiden Seiten
DIW: Der Westen hat sich auch an den Osten angepasst

Marco Wanderwitz (CDU), Ostbeauftragter der Bundesregierung, zeigt bei der Vorstellung den Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit 2020. Foto: Christophe Gateau/dpa

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«Goodbye, Alleinernährer» – Wirtschaftsforscher glauben, dass der Osten auch den Westen prägt, zum Beispiel bei der Frage, wer in der Familie die Brötchen verdient. Es bleiben aber Unterschiede.

30 Jahre nach der Wiedervereinigung haben sich Ost und West aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) bei wichtigen Themen angenähert.

So seien heute im Westen deutlich mehr Mütter mit kleinen Kindern erwerbstätig – vor allem dort, wo viele Menschen aus dem Osten zugezogen seien. Soziale und kulturelle Normen in westdeutschen Regionen hätten sich durch den Zuzug offenbar verändert, teilte das Institut mit.

«Die Erwartung war lange Zeit: Der Osten muss sich dem Westen anpassen», sagte Institutsleiter Marcel Fratzscher. «Die Untersuchungen zeigen, dass beide sich aneinander angepasst haben.»

Nach wie vor aber gibt es demnach große…