Stürme und Dürren
Weltrisikobericht erwartet deutlich mehr Klima-Flüchtlingen

Somalische Hirten, die ihren gesamten Viehbestand wegen anhaltender Trockenheit verloren haben, stehen neben den Kadavern der Tiere. Foto: Badri Media/EPA/dpa

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Klimafolgen, Kriege und ein verbreiteter Bruch der Menschenrechte: Zivile Hilfsexperten rechnen mit einer steigenden Zahl von Flüchtlingen, wenn nicht mehr unternommen wird gegen die Verschlechterung der Lebensverhältnisse in Teilen der Welt.

Katastrophen und Naturgefahren zwingen nach Einschätzung ziviler Hilfsexperten Millionen Menschen weltweit, ihre Heimat zu verlassen.

«Dies wird sich künftig noch verstärken, falls keine wirksamen Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden», heißt es im Weltrisikobericht 2020, der am Dienstag vom Bündnis «Entwicklung Hilft» und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum (IFHV) veröffentlicht wurde.

Der Weltrisikobericht enthält als zentrales Element den Weltrisikoindex 2020, der für 181 Länder das Risiko angibt, dass dort ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Seit 2018 wird der Index vom IFHV berechnet.