Nach dem Brand eines Flüchtlingslagers im griechischen Moria werden besonders in Deutschland Rufe nach einer europäischen Lösung laut. Aber wie stehen andere EU-Länder zu dieser Frage?

Kaum ein anderes Thema bestimmt aktuell derart den Diskurs in Deutschland wie die Misere von Moria – ob in den Schlagzeilen, Kommunen und Bundesländern oder Sondersendungen im Fernsehen. Die verstörenden Bilder gehen um die ganze Welt. 

Griechenlands größtes Flüchtlingslager war in der vergangenen Woche durch einen Großbrand fast vollständig zerstört worden. Rund 11.500 Menschen wurden obdachlos, darunter 4000 Kinder. Tausende ehemalige Lagerbewohner, darunter auch Schwangere und Familien mit kleinen Kindern, harren seitdem im Freien aus und schlafen am Straßenrand oder in leer stehenden Gebäuden. Viele sind inzwischen völlig erschöpft, hungrig und durstig (lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben sich nun darauf verständigt, rund 1500 weitere Migranten von den griechischen Inseln aufzunehmen. Zuvor hatte sich Deutschland bereit erklärt, von insgesamt 400 unbegleiteten Minderjährigen, die aus Griechenland in andere europäische Länder gebracht werden sollen, 100 bis 150 Jugendliche aufzunehmen.

Die Bundesregierung und Politiker praktisch aller Parteien beharren aber darauf: Es muss eine europäische Lösung gefunden werden. Wie aber denken andere EU-Länder über die Aufnahme von…