Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Deutschland offenbar weiter aus. Nachdem in der vergangenen Woche der erste bundesweite Fall in Brandenburg bekannt wurde, sind nun wahrscheinlich weitere Tiere betroffen. Eine Infektion mit der Afrikanischen Schweinepest verläuft in der Regel schnell und heftig. Manche Virenstämme töten 100 Prozent der befallenen Tiere. 

Schon in der vergangenen Woche war der Kadaver eines Wildschweins in Brandenburg gefunden worden. Ein Test auf den Erreger fiel positiv aus. Es war der erste Nachweis der Seuche in Deutschland. Um ein weiteres Ausbreiten der Krankheit zu verhindern, wurde am Wochenende ein 12 Kilometer langer mobiler Elektrozaun rund um den Fundort aufgebaut. 

Die Kadaver der aktuell betroffen Tiere sind ganz in der Nähe des Fundortes des ersten Schweinepest-Falls in Deutschland entdeckt worden, sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Dienstag vor Abgeordneten des Brandenburger Landtags. Es handle sich um vier tot aufgefundene Wildschweine und ein krank erlegtes Tier. Die ersten Tests seien positiv ausgefallen, letzte Sicherheit solle nun eine Untersuchung der Tiere durch das Friedrich-Loeffler-Institut bringen.

Nicht nur für Wildschweine ist das Virus fatal, auch Hausschweine können betroffen sein. Mehrere Länder haben wegen des ersten bekannten Nachweises bereits Importverbote für Schweinefleisch aus Deutschland verhängt. Darunter auch China, der größte Importeur von deutschem Schweinefleisch außerhalb der EU.

Wegen der Schweinepest haben auch Südkorea, Japan, Brasilien und Argentinien deutsche Schweinefleisch-Einfuhren verboten. Das Bundesagrarministerium ist mit den Regierungen dieser Länder im Gespräch, um Vereinbarungen zu erreichen, hieß esvom Ministerium. Dies zielt darauf, Einfuhrstopps wegen der Schweinepest nur auf Betriebe aus betroffenen deutschen Regionen zu beschränken – und nicht für ganz Deutschland einzuführen. So ist es auch in der EU geregelt, in die rund…