1. Schmiert der Sputnik-Impfstoff ab?

Erst ein paar Wochen ist es her, wir erinnern uns: Im Eilverfahren hatte Russland „Sputnik V“ als ersten Corona-Impfstoff weltweit für die breite Anwendung freigegeben. Öffentlichkeitswirksam verkündete Wladimir Putin, eine seiner Töchter habe sich schon impfen lassen und die Injektion gut vertragen.

„Es war ein Tabubruch in der medizinischen Forschung“, sagt meine Kollegin Julia Köppe aus dem Wissenschaftsressort. Noch bevor entscheidende Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit abgeschlossen waren, hat der Kreml das Go gegeben. Nun mehren sich auch noch Zweifel an der Datengrundlage der ersten Studienergebnisse: Angesehene Forscher aus mehreren Ländern stellen die Echtheit der Daten infrage, die ihre russischen Kollegen Anfang September im Fachblatt „Lancet“ vorgelegt hatten.

„Es geht um den Verdacht plumper Manipulation„, berichtet Julia. Haben sich die für den Impfstoff verantwortlichen Wissenschaftler ihre Ergebnisse ausgedacht, oder gar mit Photoshop aufgehübscht? Julia sagt: „Russland muss die Daten offenlegen, anders lässt sich das Vertrauen in den Impfstoff nicht retten.“

2. Warum Bill Gates sich aufregt

Eine Apple-Reklame aus den Nuller-Jahren prägte möglicherweise mein Bild von Bill Gates: In kurzen Videospots erzählen ein Kapuzenjackenträger („I am a Mac“) und ein bebrillter Typ im schlecht sitzenden Anzug („And I am a PC“), warum Apple-Computer toller, besser, hipper sein sollen als die Windows-Kisten. Der PC-Nutzer als ungelenker Nerd, der nur so einigermaßen zurechtkommt in der modernen Welt – so in etwa stellte ich mir Gates vor, obwohl ich ja wusste, dass der Mann einen der erfolgreichsten Tech-Konzerne der Welt aufgebaut hatte. Die Macht der Werbung. (Apropos Apple: Heute Abend präsentiert der Konzern wohl neue Uhren und einigen anderen Schnickschnack, mein Kollege Matthias Kremp wird berichten. Was er vorab erfahren konnte, lesen Sie hier.)

Wie sich in diversen Internetforen und auf Protestzügen