Thüringer Waffenschmiede
Nach G36-Fiasko: Haenel soll neues Sturmgewehr für Bundeswehr liefern

Ein Bundeswehrsoldat mit einem Sturmgewehr vom Typ G36 (Archiv). Das neue Sturmgewehr der Bundeswehr soll nicht von Heckler & Koch kommen, sondern von C.G. Haenel aus Thüringen.

© Michael Kappeler/dpa

Die Bundeswehr will nach dem Wirbel um die Treffgenauigkeit des Sturmgewehrs G36 eine neue Standardwaffe. Das Auswahlverfahren lief über mehrere Jahre: Die Entscheidung ist bitter für den bisherigen Lieferanten Heckler & Koch.

Das Verteidigungsministerium will das neue Sturmgewehr der Bundeswehr von dem Thüringer Hersteller C.G. Haenel (Suhl) beziehen.

Über das Ergebnis des Auswahlverfahrens informierte das Verteidigungsministerium nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag Fachpolitiker im Bundestag. Im Ergebnis des Bieterverfahrens kommt der langjährige Lieferant Heckler & Koch (Oberndorf am Neckar) bei der Bestellung von 120.000 neuen Waffen im Umfang von wohl knapp 250 Millionen Euro nicht zum Zuge.

Haenel liefert der Bundeswehr bereits ein Scharfschützengewehr. Das Unternehmen gehört zur Merkel Gruppe, die Teil der Tawazun Holding (Vereinigte Arabische Emirate) ist.