Wirecard-Jäger Fraser Perring ist zurück. Der britische Investor hatte in Deutschland im Jahr 2016 zum ersten Mal für Trubel gesorgt, als er dem mittlerweile kollabierten Finanzkonzern Betrug, Geldwäsche und Bilanzfälschung vorwarf – und parallel auf fallende Kurse spekulierte. Wirecard, damals noch Darling der Börse, wies alles zurück und schickte Perring Privatermittler auf den Hals. Die Finanzaufsicht Bafin und die Staatsanwaltschaft ermittelten wegen Marktmanipulation – nicht gegen Wirecard, sondern gegen Perring.

All das ist längst Geschichte. Wirecard ist nicht mal mehr ein Schatten seiner selbst. Und Perring, 46, begleitet den Niedergang des Skandalkonzerns voller Genugtuung, meist via Twitter. Sein Profilbild zeigt ihn in Ritterrüstung mit Schwert in der Hand.  

Nun geht Perring erneut in den Angriffsmodus. Der frühere Sozialarbeiter, seit 2012 als Selfmadespekulant auf Mission, attackiert den nächsten deutschen Konzern: die Grenke Gruppe aus Baden-Baden, Mitglied im Börsenindex MDax, aktuell gut 2,5 Milliarden Euro wert, spezialisiert auf Leasing, Factoring und andere Finanzdienstleistungen.