Eine Woche nach dem verheerenden Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria hat die Bundesregierung beschlossen, weitaus mehr Flüchtlinge als geplant aufzunehmen. Weitere 1553 Menschen aus 408 Familien, deren Schutzbedürfnis von den griechischen Behörden bereits anerkannt worden ist, von den griechischen Inseln sollen Schutz in Deutschland finden, wie Union und SPD vereinbarten. Sie sollen zusätzlich zu den bisher geplanten bis zu 150 unbegleiteten Minderjährigen aufgenommen werden. „Wir haben als Regierung eine Verständigung darüber herbeigeführt, was zu tun ist“, sagte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD). Dies sei ein „großer, riesiger Fortschritt“.

Dieser Fortschritt war erreicht worden, nachdem sich zunächst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) verständigt hatten. Seehofer hatte sich bereit erklärt, über die bis zu 150 Kinder hinaus etwa 1500 Menschen aus Familien aufzunehmen, die anerkannt schutzbedürftig sind. SPD-Chefin Saskia Esken hatte noch am Sonntag eine deutlich höhere Zahl gefordert. Gemeinsam mit Scholz begrüßte sie die nun gefundene Einigung, da Deutschland damit ein eigenständiges Programm ausgerufen habe.

1553 + … + 1000 = 2750

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, machte noch eine andere, detailliertere Rechnung und sprach davon, dass insgesamt 2750 Geflüchteten von den griechischen Inseln hierzulande geholfen würde. Das sind zunächst jene 1553 Männer, Frauen und Kinder, von denen nun die Rede ist. Dann die ebenfalls schon erwähnten 150 unbegleiteten minderjährigen Asylsuchende. „Bereits erfolgt ist die Aufnahme von 53 unbegleiteten Asylsuchenden“, erklärte Seibert weiter. Die Aufnahme von 243 behandlungsbedürftigen Kindern sowie ihren Kernfamilien sei ferner in der Umsetzung. Dies betreffe insgesamt voraussichtlich mindestens 1000 Personen. „Die Gesamtzahl der Menschen, die Deutschland von den griechischen Inseln übernimmt, beläuft sich dementsprechend auf 2750 Personen.“

Bayerns…