Nach sechs Monaten ist die Zeit der Geisterspiele in den Stadien der Fußball-Bundesliga vorbei – allerdings ausdrücklich nur auf Bewährung. Die Vertreter der Bundesländer haben in einer Videokonferenz beschlossen, eine bundesweit einheitliche Testphase von sechs Wochen durchzuführen. Bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern dürfen nun 20 Prozent der Plätze besetzt werden. Das gilt indes nicht nur für die Fußball-Bundesliga, sondern auch für Hallen-Sportarten wie Handball, Basketball und Eishockey. Gerade diese – im Vergleich zum übermächtigen Fußball – Randsportarten dürften angesichts der Lockerungen aufatmen, schließlich generieren sie einen viel höheren Anteil ihrer Einnahmen über Eintrittspreise.

„Ich begrüße das. Eine bundeseinheitliche Lösung ist eine wichtige Botschaft und ein Vertrauensvorschuss. Das ist ein erster positiver Schritt zur Rückkehr der Fans. Ich freue mich, dass diese Entscheidung so rasch gefallen ist und nicht wie zunächst angekündigt erst Ende Oktober“, sagte Geschäftsführer Stefan Holz von der Basketball-Bundesliga, die am 6. November wieder spielen wird. Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga erklärte: „Ich hoffe, dass die Richtlinie für uns der Anfang von der Rückkehr ins Geschäft ist.“ Die Handballer wollen am 1. Oktober in ihre neue Saison starten.

Laschet: „Hygienekonzepte und umsichtiges Vorgehen“

Ministerpräsident und Fußballfan: Armin Laschet

„Sportveranstaltungen leben von der Unterstützung der Fans, von der Atmosphäre mit Publikum – das gilt sowohl für Bundesligaspiele, als auch für den Amateur- und Breitensport“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet von der CDU und fügte an: „Mit sicheren Infektionsschutzkonzepten und Grenzen bei der Kapazität können die Vereine ihre Sportstätten jetzt endlich wieder mit Leben füllen. Dabei gilt: Hygienekonzepte, Schutzmaßnahmen und ein umsichtiges Vorgehen haben Priorität.“

Das aktuelle Pandemie-Geschehen wurde bei der Entscheidung…