Der CDU-Vorstand hält trotz der anhaltenden Corona-Pandemie an dem für Anfang Dezember in Stuttgart geplanten Parteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden fest. Das teilte Generalsekretär Paul Ziemiak mit. Zuvor hatte das engste Führungsgremium der Partei, das CDU-Präsidium, bei einer Sitzung in Berlin das von Ziemiak vorgestellte Hygienekonzept begrüßt.

Demnach sollen am 3. Dezember Präsidium und Bundesvorstand der CDU tagen. Am 4. Dezember, einem Freitag, soll der Parteitag am frühen Morgen beginnen. Das Ende ist für den Nachmittag geplant. Anders als sonst soll es keine Gäste etwa aus dem Ausland und auch keine Aussteller geben. Auf der vorläufigen Tagesordnung stehen bisher die Rede der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer, die Aussprache dazu und die Wahl des neuen Parteivorstands.

Es werde feste Plätze für jeden der 1001 Delegierten geben, sodass die Nachverfolgbarkeit im Falle von Corona-Infektionen gegeben sei, sagte Ziemiak. Zudem würden Personen gewarnt, wenn sie sich auf weniger als 1,5 Meter Abstand näherten. Sowohl die Delegierten als auch Journalisten würden gebeten, die Corona-Warn-App zu installieren, zudem gebe es Fiebermessungen. Für den Fall, dass das Gesundheitsamt Stuttgart kurzfristig wegen hoher Infektionszahlen den Parteitag verbiete, gebe es eine Planung mit einem Ausweichort.

Vorstand stellt sich hinter Frauenquote-Vorstoß

Der Parteitag ist von besonders großer Bedeutung, da dort die Nachfolge von Kramp-Karrenbauer geklärt werden soll. Derzeit bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Fraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen um den Vorsitz. Der Gewinner des Machtkampfs ist automatisch Favorit für die Kanzlerkandidatur der Union.

Die CDU-Spitze stellte sich Medienberichten zufolge auch hinter den Vorstoß von Parteichefin Kramp-Karrenbauer für die schrittweise Einführung einer Frauenquote. Der CDU-Vorstand befand demnach einen entsprechenden Vorschlag der…