70 Beamte im Einsatz
Extremismusverdacht: Razzia im Nordosten bei einem Soldaten

Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt gegen einen 40-jährigen Soldaten. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

© dpa-infocom GmbH

Kontakte von Angehörigen von Militär und Polizei in die rechte Szene sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Nun wird gegen einen Bundeswehrangehörigen aus Neubrandenburg wegen Extremismusverdachts ermittelt.

Wegen Extremismusverdachts haben Polizeiermittler bei Neubrandenburg Wohn- und Büroräume eines 40-jährigen Soldaten durchsucht.

Seit den frühen Morgenstunden seien etwa 70 Beamte im Einsatz gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack von der für solche Fälle zuständigen Staatsanwaltschaft in Rostock. Er bestätigte damit Berichte des ARD-Politikmagazin Kontraste und der Neubrandenburger Tageszeitung «Nordkurier».

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Deutschen-Presse-Agentur: «Wir haben Kenntnis von dem Vorfall.» Ausgangpunkt seien umfangreiche Ermittlungen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) in enger Kooperation mit dem Verfassungsschutz und Strafverfolgungsbehörden, sagte eine MAD-Sprecherin in Köln dazu.