Merz rügt Scholz: Historisch hohe Schulden gemacht

«Unsere Kinder werden das alles bezahlen müssen»: Friedrich Merz rügt Finanzminister Olaf Scholz. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

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«Als gäbe es kein Morgen»

Der für den Parteivorsitz kandidierende CDU-Politiker Friedrich Merz rügt Finanzminister Olaf Scholz (SPD) für die Finanzierung der staatlichen Corona-Hilfen durch historisch hohe Schulden.

«Der Finanzminister haut zurzeit das Geld raus, als gäbe es kein Morgen mehr. Unsere Kinder werden das alles bezahlen müssen», sagte Merz der «Bild am Sonntag». Es sei dringend geboten, auch in der Corona-Krise mit dem Geld der Steuerzahler sorgfältig umzugehen. Zwar sei es richtig gewesen, die Schuldenbremse des Grundgesetzes in diesem Jahr zu lösen. «Aber eine Bremse zu lösen, muss ja nicht gleichzeitig heißen, mit Vollgas den Berg herunterzurauschen.»

Im ersten Halbjahr gaben Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes zufolge 51,6 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Die Wirtschaftsleistung dürfte in diesem Jahr Prognosen zufolge um 5,8 Prozent abstürzen. Das lässt nicht nur Gewerbe- und Umsatzsteuer einbrechen, sondern wegen der drastischen Kurzarbeit auch die…