Nach Brand in Moria
Unruhen und Tränengas: Lage auf Lesbos bleibt angespannt

Die Polizei hat bei Zusammenstößen mit nahe der Inselhauptstadt Mytilini Tränengas eingesetzt. Foto: John Liakos/InTime News/AP/dpa

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Viele Migranten auf Lesbos kämpfen darum, die Insel verlassen zu können. Gleichzeitig errichten die Behörden für sie ein neues, provisorisches Lager. Hilfe kommt unter anderem aus Brandenburg, eine klare Absage an die Migranten dagegen aus Wien.

Am Tag vier nach dem Großbrand, der das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos zerstört hat, bleibt die Situation auf der Insel angespannt und unübersichtlich.

Dem griechischen Staatsradio zufolge konnten am Nachmittag die ersten Migranten ein neues, provisorisches Zeltlager beziehen. Doch Tausende stehen weiterhin buchstäblich auf der Straße. Brandenburg hat Hilfslieferungen unter anderem von Feldbetten angekündigt. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz lehnte unterdessen eine Aufnahme von Migranten erneut kategorisch ab.

Im Laufe des Samstags kam es auf Lesbos immer wieder zu spontanen Demonstrationen von Migranten und in der Folge auch zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die Migranten warfen mit Steinen, die Polizei setzte Tränengas ein, wie Bilder im griechischen Fernsehen…