29 Wald- und Buschbrände lodern alleine in Kalifornien. 14.000 Feuerwehrleute sind in dem US-Bundesstaat im Einsatz. Die Zahl der Todesopfer ist weiter gestiegen. In einem Brandgebiet im kalifornischen Butte County seien sieben Leichen gefunden worden, teilte der zuständige Sheriff mit. Nach Angaben der Polizei wurden im Bundesstaat Oregon nördlich von Kalifornien zwei weitere Tote gefunden. Es werden noch mehr Opfer befürchtet, da viele Gebiete komplett von der Außenwelt abgeschnitten sind. Auch im nordwestlichen Bundesstaat Washington brennt es, dort kam eine Person ums Leben. 

Pure Fassungslosigkeit angesichts der Zerstörungskraft der Brände, hier bei Phoenix, Oregon

Im Oregon wurden fünf Städte „großenteils zerstört“, wie Gouverneurin Kate Brown bekannt gab. Am Donnerstag brannten nach Angaben der Behörde für Notfallmanagement 37 Feuer. Demnach wurden mehr als 500.000 Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Das entspricht mehr als zehn Prozent der Bevölkerung des Bundesstaats.

„Nie zuvor gab es in unserem Staat so viele Brände, die nicht unter Kontrolle waren“, schrieb Brown auf Twitter. Mehr als 3600 Quadratkilometer Land stünden derzeit in Flammen – eine Fläche in etwa so groß wie die spanische Insel Mallorca. Der Gouverneurin zufolge würden sonst in Oregon im gesamten Jahr durchschnittlich nur 2000 Quadratkilometer abbrennen. 

Nichts steht mehr in dieser Wohnwagensiedlung in Phoenix

Die erneute massive Ausbreitung der Brände wird durch eine Hitzewelle und trockenen Wind begünstigt. Hunderte weitere Häuser wurden seit dem Wochenende vernichtet, zehntausende Menschen mussten vor den Flammen fliehen. In der kommenden Woche sollen die Temperaturen endlich sinken, was für eine gewisse Erleichterung sorgen könnte, so die Feuerwehr in Kalifornien.

Auch in Kalifornien wurde in diesem Jahr bereits eine Rekordfläche zerstört: mehr als 12.500 Quadratkilometern, was in etwa der Fläche der US-Nationalparks Yosemite und Yellowstone…