Nach Brand in Moria
Entwicklungsminister für gemeinsame EU-Flüchtlingspolitik

Nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos durften Hunderte Minderjährige die Insel verlassen. Foto: Panagiotis Balaskas/AP/dpa

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Das Migrantenlager Moria auf Lesbos ist abgebrannt, Frankreich und Deutschland helfen: Unbegleitete Minderjährige sollen zügig Aufnahme finden – und zwar mehr, als schon vor längerem zugesagt. Ziehen andere EU-Länder mit, so wie von der Kanzlerin erhofft?

Nach der Zusage Deutschlands und Frankreichs, kurzfristig mehr minderjährige Migranten aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria aufzunehmen, setzt Entwicklungsminister Gerd Müller auf die Solidarität innerhalb der EU.

Jetzt müssten auch die anderen europäischen Länder und die EU-Kommission entschlossen handeln, sagte der CSU-Politiker der «Passauer Neue Presse» (Freitag). «Die dramatischen Ereignisse in Moria müssen ein Weckruf sein, die Zustände zu ändern und endlich zu einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik in Europa zu kommen.» In Moria seien keine Flüchtlinge Griechenlands. «Das sind Europas Flüchtlinge.»

Kritik äußerte Müller auch an den griechischen Behörden, die das überfüllte Lager auf Lesbos über Jahre nicht nennenswert…