Sie pumpten. Sie kämpften. Hoch, danach immer höher. Zwischendurch kurze Abfahrten, um den Sportlern die Möglichkeit zu geben, einmal durchzuschnaufen. Doch die Teilnehmer der Tour de France wussten an diesem Freitag, dass sie sich auf dieser 13. Etappe von Chatel-Guyon nach Puy Mary Chantal nichts vormachen durften. Die Strapazen in Zahlen: 4.400 Höhenmeter waren zu überwinden, sieben Bergetappen und das Ziel in 1.589 Metern Höhe. Das war nichts für Weicheier. Und lange schien es so, als könnte es der Tag des Deutschen Maximilian Schachmann werden. Doch am Ende wurde er geschlagen. 

Nach einer ersten Hälfte mit zahlreichen Attacken hatte sich zunächst eine 17-köpfige Spitzengruppe abgesetzt. Der US-Amerikaner Neilson Powless musste über lange Zeit das Tempo machen. Bis sich der Berliner Maximillian Schachmann vom Team BORA hansgrohe etwa 35 Kilometer vor dem Ziel aufmachte, die Spitzengruppe zu stellen. Fünf Minuten später war Schachmann – keine vier Wochen nach seinem Schlüsselbeinbruch bei der Lombardei-Rundfahrt –  vorne: erst neben Powless. Und 17 Kilometer vor dem Ende machte sich Schachmann alleine davon. Und hielt sich dort bis 1,5 Kilometer vor dem Ziel. Dann zogen der Kolumbianer Daniel Felipe Martinez vom Team Education First und Schachmanns deutscher Teamkollege Lennard Kämna vor der Ankunft am Berg vorbei. Und auch Kämnas Versuch, den Kolumbianer zu schlagen, scheiterte.

Gelbes Trikot nicht gefährdet

Die Favoriten auf die Gesamtwertung hatten sich zwar nicht gerade zurückfallen lassen. Aber zwischenzeitlich hatte das Peloton um den Slowenen Primoz Roglic im Gelben Trikot mehr als zehn Minuten Rückstand. Doch Roglic‘ Führung bleibt an diesem Tag ungefährdet.

ml/ie  (SID, Eurosport)