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„Die Stunde Null“
Glasfaser-Pionier: „Für die Corona-Zeit war das Netz okay. Aber das wird nicht reichen“

Der Glasfaserkabel-Ausbau kommt in Deutschland eher schleppend voran

© Jens Büttner / DPA

David Zimmer hat in einem wichtigen Markt einen Champion aufgebaut, weil er eine Nische erkannte: Glasfaser für ländliche Gegenden. Sein Unternehmen Inexio wurde für eine Milliarde verkauft – aber er hat noch viel vor.

Bevor David Zimmer Inexio gründete, erzählte ihm einmal ein Bürgermeister, dass Unternehmen in seiner Kommune Daten immer noch per Post auf USB-Stick verschicken. Die Leitungen waren zu langsam für die Datenmengen. Zimmer war zuvor in Palo Alto gewesen und in einem Starbucks war ihm aufgefallen, dass es dort freies Wlan gab. Zu Hause, im Saarland, da hatten viele noch das piepsende Modem. Schnelles Internet für alle, das war die Idee!

Zimmer, der zuvor schon mit Saargate einen Internetprovider hochgezogen hatte, gründete 2007 Inexio. Die Idee: Glasfaser dort verlegen, wo die Telekom nicht hinkommt oder hin will. In Dörfer, ländliche Gegenden. Inexio zog in das leere Gebäude der Landeszentralbank in Saarlouis und sie legten los – 13 Jahre später ist daraus ein Unternehmen mit gut 400 Mitarbeitern und 100 Millionen Euro Umsatz geworden.

Rund 14.000 Kilometer Glasfaser hat…