Nach Monaten der Corona-Einschränkungen sehnen sich die Deutschen nach Freizeit mit Freunden und Familie. Das geht aus der repräsentativen Studie „Freizeit-Monitor 2020“ hervor, die die Stiftung für Zukunftsfragen demnächst veröffentlicht.

2000 Menschen wurden dafür im August befragt, welchen Aktivitäten sie gern häufiger nachgehen würden. 71 Prozent gaben an, sich gern wieder öfter mit Freunden treffen zu wollen, sowohl zu Hause als auch im Freien. Zwei Drittel wünschen sich, Familienmitglieder häufiger zu sehen.

Senioren und Ruheständler leiden besonders unter der Isolation, sie wünschen sich, wieder häufiger auswärts zu essen oder eingeladen zu werden. 78 Prozent der jungen Erwachsenen gaben an, mehr für ihre Gesundheit tun zu wollen. „Viele Bürger sehnen sich zurück nach mehr Wahlmöglichkeiten in der Freizeit“, sagt Studienleiter Ulrich Reinhardt.

In der Corona-Zeit konnten sich die Deutschen mindestens einmal im Monat für Autokinos und -konzerte (5 Prozent), Heimwerken (39 Prozent) oder das Streamen von Serien und Filmen (58 Prozent) begeistern. Insgesamt scheinen die Interessen der Deutschen breiter gefächert als noch vor einigen Jahren. Wurden 2015 von der Mehrheit der Befragten gerade mal zwölf unterschiedliche Aktivitäten genannt, die sie gern häufiger ausüben würden, sind es aktuell 32.

Icon: Der Spiegel