Nach dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland hat Südkorea die Einfuhr von Schweinefleisch aus der Bundesrepublik gestoppt. Das Verbot gelte für Produkte, die von Donnerstag an ausgeliefert würden, teilte das südkoreanische Landwirtschaftsministerium mit.

Schweinefleisch, das bereits aus Deutschland eingetroffen sei, werde vom Zoll gründlich untersucht. Auf deutsche Produkte entfielen den Angaben zufolge mehr als 420.000 Tonnen oder 18 Prozent der Schweinefleischimporte im vergangenen Jahr.

In Südkorea selbst hatten die Behörden im vergangenen Jahr den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest gemeldet. Daraufhin hatten sie damit begonnen, Tausende von Tieren zu töten. Die Krankheit war nahe der Grenze zu Nordkorea aufgetreten. Die Virusinfektion ist für Menschen ungefährlich, aber meist tödlich für Schweine. Eine Impfung dagegen ist nicht möglich.

In Brandenburg war am Mittwoch ein verdächtiger Schweinekadaver gefunden worden, am Donnerstag bestätigte das Bundeslandwirtschaftsministerium den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland. Zuvor hatten Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts das Tier untersucht. Damit sind jahrelange Bemühungen fehlgeschlagen, das Virus von deutschen Wildschweinen fernzuhalten.

Icon: Der Spiegel