Oberlandesgericht Karlsruhe
Influencerin Reif verliert im Prozess um Schleichwerbung

Die Karlsruherin Pamela Reif gehört zu den bekanntesten Influencern in Deutschland. Foto: Uli Deck/dpa

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Weit mehr als sechs Millionen Menschen folgen ihr auf Instagram – für Influencerin Pamela Reif, die unter anderem Fitnessprodukte bewirbt, ein gutes Geschäft. Werbung und Privates muss dabei sauber getrennt sein. Das hat nun ein Gericht erneut entschieden.

Die Influencerin Pamela Reif muss einem Gerichtsurteil zufolge auf ihrem Instagram-Account Fotos mit Links («Tags») zu Markenherstellern als Werbung kenntlich machen.

Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe und bestätigte damit ein Urteil des Landgerichts Karlsruhe (Az.: 6 U 38/19). Hier war Reif im März vergangenen Jahres unterlegen. Der Berliner Verband Sozialer Wettbewerb hatte zuvor in drei Fällen eine Unterlassungsverfügung gegen die 24-Jährige erwirkt.

Es sei dabei nicht darum gegangen, ob sämtliche Posts der Influencerin gekennzeichnet werden müssen, betonte OLG-Richter Andreas Voß in seiner Urteilsbegründung. Eine Kennzeichnung sei aber da erforderlich, wo in den Insta-Beiträgen sogenannte «Tap Tags» verwendet werden, die zu Herstellern oder Anbietern bestimmter…