Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl 2017 und früherer Chef der Sozialdemokraten, soll offenbar Chef der parteinahen Friedrich-Ebert-Stiftung werden und damit die Nachfolge von Kurt Beck antreten. Das berichtet das Nachrichtenportal „The Pioneer“ unter Berufung auf ungenannte Quellen in der Partei.

Beck hatte den früheren SPD-Kanzlerkandidaten demnach in einem Brief an die Vorstandsmitglieder der Stiftung als seinen Nachfolger vorgeschlagen und darauf hingewiesen, dass dies auch mit der Parteiführung abgesprochen sei.

Schulz soll sich laut Bericht im Oktober als Stiftungschef präsentieren

Eine kleine Runde hochrangiger Sozialdemokraten habe in einer internen Sitzung am vergangenen Freitag in Berlin grünes Licht für die Personalie gegeben, hieß es weiter. Bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung im Oktober soll sich Schulz dem Bericht zufolge als neuer Stiftungschef präsentieren. Die Wahl sei für Dezember vorgesehen.

Schulz selbst hat sich zu dem Bericht noch nicht geäußert und reagierte bislang nicht auf eine entsprechende Anfrage des SPIEGEL.

Die parteinahen politischen Stiftungen leisten einen Beitrag zur politischen Bildung, beispielsweise durch Veröffentlichungen und Stipendien, und werden überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert. Zu ihnen gehören bisher neben der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU, die Hanns-Seidel-Stiftung (CSU), die Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne), die Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP) und die Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linke).

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