Julian Assange droht die Auslieferung in die USA. Es dürfte kein Zufall sein, dass sich ausgerechnet jetzt Stella Moris ausführlich zu Wort meldet – seine Verlobte und die Mutter seiner beiden Söhne. 

Julian Assange sagte im Jahr 2014, dass er die ecuardorianische Botschaft „bald“ verlassen wolle. Er verließ sie im April 2019. Nach sechs Jahren, neun Monaten und 24 Tagen.

Britische Polizisten haben ihm vom Botschaftsgelände in London abgeführt, wo er aus Furcht vor einer Auslieferung in die USA Zuflucht gesucht hatte. Die Botschaft entzog ihm das Asylrecht, wegen des Verstoßes gegen Kautionsauflagen wurde er verhaftet. Noch am selben Tag stellten die USA den Antrag auf Auslieferung. Assange musste die immer selben vier Wände verlassen, rund 35 Quadratmeter, die für fast sieben Jahre seine kleine Welt gewesen waren. 

Diese kleine Welt ist vermutlich einer noch kleineren gewichen. Seit mehr als einem Jahr ist er in einer Zelle im Londoner Hochsicherheitsgefänigs Belmarsh inhaftiert, wo der 49-Jährige das Auslieferungsverfahren abwartet.

Die USA werfen dem Wikileaks-Gründer Geheimnisverrat vor. Er soll der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Die Veröffentlichungen auf der Enthüllungsplattform hatten auch zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen durch amerikanische Soldaten geführt. 

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