Eigentlich sollte es darum gehen, wie Deutschland gegenüber Russland den Anschlag auf Alexej Nawalny beantwortet. Aber klar ist: Eigentlich braucht es eine europäische Lösung.  

Von Andrea Zschocher

„Giftanschlag auf Nawalny – ändert Deutschland jetzt seine Russland-Politik?“, fragte Anne Will im ersten Talk nach der Sommerpause. Die Gäste waren sich einig, dass die Aussage der Bundesregierung, es werde eine europäische Antwort geben, ein kluger Schachzug war. Denn nicht nur, dass so der europäische Gedanke wieder auflebt, der in den letzten Monaten ja durchaus etwas gelitten hat, vor allem wird das deutliche Signal Richtung Russland gesendet, dass es sich um einen Konflikt handelt, den mehrere Länder sehen.

Zu Gast bei „Anne Will“ waren:

Sarah Pagung, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige PolitikSevim Dağdelen (Die Linke), Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen BundestagesNorbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im BundestagWolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner SicherheitskonferenzJürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages
Europäische Antwort ist bemerkenswert

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, erklärte, dass es „bemerkenswert“, aber wichtig sei, dass es europäische Konsequenzen geben werde, denn zu lange sei der…