69 Saisontreffer – nur Meister FC Liverpool und Vize Manchester City haben in der gerade zu Ende gegangenen Saison der Premier League mehr Tore erzielt als der FC Chelsea. Dennoch hat der Klub aus dem Südwesten Londons seine Offensive noch einmal verstärkt: Kai Havertz hat am Freitagabend nach langen Verhandlungen bei den „Blues“ unterschrieben. Mit dem Ex-Leipziger Timo Werner und Hakim Ziyech von Ajax Amsterdam hatte sich Chelsea bereits zuvor quasi eine neue Angriffsreihe zugelegt – und dafür rund 90 Millionen Euro investiert. Außerdem wurden für die Defensive der langjährige PSG-Abwehrchef Thiago Silva und das Talent Malang Sarr ablösefrei verpflichtet. Verteidiger Ben Chilwell, der aus Leicester an die Stamford Bridge kam, kostete 50 Millionen Euro. Nun kommt eine weitere erhebliche Summe für Havertz hinzu, der mit seinem Transfer die 100-Millionen-Euro-Marke durchbricht und damit der teuerste deutsche Fußballspieler ist.

„Ich bin sehr glücklich und stolz, hier zu sein. Für mich wird ein Traum wahr, in einem großen Verein wie Chelsea zu spielen“, sagte Havertz. Er war am Freitag kurzfristig aus dem Quartier der Nationalmannschaft in Stuttgart abgereist. Beim Nations-League-Spiel am Sonntag in der Schweiz wird er dem DFB-Team fehlen.

Laut Medienberichten erhält Bayer 70 Millionen Euro sofort, die restlichen 30 Millionen Euro sollen in weiteren Raten bei entsprechendem Erfolg Chelseas in den kommenden Jahren fließen.

Havertz als Lampards „Waffe“

„Man holt solche Typen, um mehr Waffen zu haben“, erklärte Frank Lampard schon Wochen bevor der langwierige Havertz-Transfer endgültig feststand im Interview mit Sport1. „Wir hatten in einigen Spielen zwar viel Ballbesitz, haben aber nicht genug Chancen kreiert.“ Während Werner seine Schnelligkeit im Eins-gegen-eins einsetzen soll, ist Havertz eher der Mann für die genialen Momente, für unerwartete Pässe in die Tiefe und ansatzlose und platzierte Kunstschüsse aus der zweiten Reihe. Zudem ist der 1,89 Meter…