Von rassistische Äußerungen Donald Trumps haben einige Menschen aus seinem Umfeld berichtet, jetzt tut es auch der langjährige ehemalige Rechtsanwalt Trumps, Michael Cohen. Trump habe des Öfteren abfällige Bemerkungen über Schwarze Staatschefs gemacht, so zum Beispiel auch über den mittlerweile verstorbenen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela.

Darüber schreibt Cohen in einem neuen Buch, das in der kommenden Woche erscheinen soll. Reporter der „Washington Post“ hatten schon vorab die Möglichkeit, es zu lesen und berichteten darüber in der Samstagsausgabe der Zeitung.

In seinem Buch berichtet Cohen von einer Begebenheit nach Mandelas Tod im Jahr 2013: Trump habe sein Unverständnis über die Ehrerbietung zum Ausdruck gebracht, die Mandela in den vielen Nachrufen zuteil geworden war. Mandela sei kein „Anführer“ gewesen, habe Trump behauptet. „Mandela hat das ganze Land aufgerührt. Jetzt ist es ein Drecksloch. F… Mandela.“ Laut Cohen hat Trump aber auch alle anderen Schwarzen Staatsführer in die Kritik mit einbezogen: „Sag mir ein Land, das von einer Schwarzen Person geführt wird, das kein Drecksloch ist“, soll Trump erklärt haben.

Auch die Zeit vor den Wahlen 2016 nimmt in dem Buch demnach großen Raum ein. Trump sei ein großer Bewunderer des russischen Präsidenten Wladimir Putin, so Cohen. Vor allem die Art, wie dieser seine Macht ausgebaut und abgesichert habe, habe dem US-Präsidenten imponiert. Im Kern aber habe seine Bewunderung einen ganz schlichten Grund gehabt: „Trump hielt Putin für sagenhaft reich – für den bei Weitem reichsten Mann der Welt“. Putin habe Russland regiert wie eine Firma, genau das habe Trump in den USA von Beginn an auch angestrebt.

Das Weiße Haus reagierte heftig auf die Enthüllungen. Sprecherin Kayleigh McEnany griff Cohen massiv an und stellte dessen Glaubwürdigkeit infrage. Das dürfte nicht schwerfallen. Es ist bekannt, dass Cohen, genannt „Der Pitbull“, jahrelang für Trump die Schmutzarbeit erledigte, zum…