First Lady Melania Trump hat den Präsidenten gegen Vorwürfe in Schutz genommen, er habe sich abfällig über im Ersten Weltkrieg gefallene US-Soldaten geäußert. Die Anschuldigungen seien „nicht wahr“, so Melanie Trump am Freitag auf Twitter. „Es sind sehr gefährliche Zeiten, wenn anonymen Quellen mehr geglaubt wird als allem anderen und niemand deren Motivation kennt.“ Und in Richtung des Magazins „The Atlantic“, das berichtet hatte: „Das ist kein Journalismus – das ist Aktivismus.“

Dies sei zudem „ein schlechter Dienst an der Bevölkerung unserer großartigen Nation“, führte die 50-Jährige weiter aus. Trumps dritte Ehefrau äußert sich nur selten öffentlich, schon gar nicht zu tagespolitischen Fragen. Am 3. November finden die US-Wahlen statt, bei denen der US-Präsident vor allem auf seine republikanische Basis angewiesen ist.

Nur eine „Fake-Geschichte“?

Das Magazin „The Atlantic“ hatte zuvor berichtet, Trump habe im Ersten Weltkrieg gefallene US-Soldaten vor zwei Jahren bei einer Frankreichreise als „Verlierer“ und „Trottel“ bezeichnet. Damals habe Trump einen geplanten Besuch des US-Militärfriedhofs Aisne-Marne bei Paris spontan abgelehnt, so „The Atlantic“. Zu seinen Mitarbeitern habe der US-Präsident gesagt: „Warum sollte ich diesen Friedhof besuchen? Er ist voll mit Verlierern.“

In dem von „Atlantic“-Chefredakteur Jeffrey Goldberg verfassten Artikel heißt es, Trump habe den geplanten Besuch in erster Linie deshalb abgelehnt, weil er befürchtete, dass seine Frisur im Regen „zerzaust“ werden könnte. Offiziell hatte die US-Delegation damals erklärt, dass Trump den Friedhof nicht besuchen könne, weil sein Helikopter wetterbedingt nicht startbereit sei.

Der Präsident bestreitet die Vorwürfe. Am Freitag sagte Trump, der sich im November für eine zweite Amtszeit wiederwählen lassen will, es handle sich um eine „Fake-Geschichte“. Für ihn seien gefallene Soldaten „absolute Helden“.

Das Verhältnis von Trump zu den Streitkräften des Landes ist kompliziert….