Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert an alle Bürger, die Herbstferien und den Weihnachtsurlaub in Deutschland zu verbringen. Mit einem schnellen Ende der Corona-Pandemie sei nicht zu rechnen, und man habe gesehen, dass „zumindest bestimmte Arten von Reisen“ Risiken bergen und „Infektionen mit zurück nach Deutschland bringen“. Die aktuelle Reiserückkehrer-Situation habe man „mit großem Aufwand gut in den Griff bekommen“.

„Vielleicht schaffen wir es ja auch alle zusammen, mal für den Herbsturlaub und vielleicht auch gleich für den Weihnachtsurlaub, nicht so weit zu fahren, sondern einfach mal die Schönheit Deutschlands zu genießen“, sagte Spahn in Berlin. „Das macht’s uns allen, übrigens auch den Gesundheitsämtern vor Ort, deutlich leichter.“

Er sei zuversichtlich, dass sich die Situation in den nächsten sechs Monaten deutlich verbessere: „Wir werden bis dahin wahrscheinlich Schnelltests verfügbar haben, was für all die Veranstaltungen, über die wir gerade gesprochen haben, einen großen Unterschied macht.“ Zudem werde man „möglicherweise in sechs Monaten eine Idee davon haben, dass Impfstoffe dann auch bald verfügbar sind“. Man werde Tag für Tag und Monat für Monat besser wissen, wie man mit dem Virus umgehen müsse.

Spahn stellte in Berlin gemeinsam mit der Vorsitzenden der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci (SPD), den „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ vor. Der Bund stellt den Länder dafür bis zum Jahr 2026 insgesamt vier Milliarden Euro zur Verfügung. Damit soll beispielsweise die Digitalisierung und Vernetzung der Gesundheitsämter gestärkt werden. Bis Ende 2022 sollen mindestens 5000 neue und unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst geschaffen werden.

Icon: Der Spiegel