Wie das Gesundheitsministerium in München bekanntgab, mussten etwa 10.000 Personen, die sich an bayerischen Flughäfen auf das Coronavirus testen ließen, länger als die versprochenen 48 Stunden auf ihr Test-Ergebnis warten. Betroffen seien Personen gewesen, die sich zwischen vergangenem Freitag und Dienstag an einem bayerischen Flughafen einem Test unterzogen hätten, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Als Grund für die Probleme nannte er eine Panne bei der elektronischen Datenverarbeitung beim Dienstleister Ecolog. Das Unternehmen führt im Auftrag des Freistaats an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen die Tests durch.

Schon in den vergangenen Wochen hatte es Verzögerungen an mehreren Teststellen in Bayern gegeben. Mitte August war bekannt geworden, dass Zehntausende Menschen tagelang auf das Ergebnis ihrer Corona-Tests gewartet hatten, die sie zum Beispiel an den Teststationen an Autobahnen gemacht hatten. Darunter waren auch mehr als 900 positiv Getestete.

Die Testpannen machten Gesundheitsministerin Melanie Huml und Ministerpräsident Markus Söder viel Ärger

Ministerium: Ursache behoben

Die Verzögerungen bei den Tests an den Flughäfen lagen nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit an „einem technischen Schnittstellenproblem in der Datenverarbeitung“. Das Gesundheitsministerium teilte mit, die Ursache sei mittlerweile behoben. Am Morgen hätten noch rund 2000 Menschen auf ihr Testergebnis gewartet, am Mittag nur noch 250. Der Dienstleister habe zugesichert, bis zum Abend alles ausstehenden Resultate zu versenden. Alle positive Getesteten seien jedoch schon informiert worden.

Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks (BR) kam es aber auch an den Test-Stationen an bayerischen Autobahnen und am Münchner Hauptbahnhof teilweise zu erheblichen Verzögerungen. Dazu sagte ein Ministeriumssprecher, man habe ebenfalls davon gehört, der zuständige Dienstleister Eurofins beteuere aber, dass es keine Probleme gebe….