Tesla-Gründer Elon Musk schickt sich nicht nur an, die Automobilität zu elektrifizieren, er elektrisiert auch, jedenfalls die Öffentlichkeit und ganz besonders seine Anhänger. Seinen Deutschlandbesuch mit (offiziellen) Stopps in Tübingen beim Impfstoffhersteller CureVac und in und um Berlin verfolgten nicht nur Medien und Politik gebannt – sondern auch viele Fans.

Manche haben sich auch ein Hobby daraus gemacht, die Reiserouten der Privatmaschine ihres Idols online zu verfolgen. Vielleicht flog so auch als erstes auf, dass Musk nach seinem Abflug aus Berlin gar nicht direkt zurück in die USA reiste. Stattdessen legte er keine halbe Flugstunde westlich der deutschen Hauptstadt bereits einen längeren Zwischenstopp an. Rund zwei Stunden stand seine Maschine auf dem Flughafen Braunschweig.

Probefahrt in einem Elektro-Volkswagen?

Hintergrund war offenbar eine zuvor nicht angekündigte Stippvisite in Wolfsburg, ausgerechnet beim Konkurrenten Volkswagen. Laut Medienberichten soll er sich dort mit VW-Chef Herbert Diess getroffen haben. Laut „Handelsblatt“ brachte Diess auch zwei E-Auto-Modelle der Wolfsburger mit, den ID.3 und den ID.4. Musk habe sogar eine Proberunde auf dem Werksgelände gedreht, schreibt die Zeitung.

Die Social-Media-Abteilung von Volkswagen hatte zuvor beim Kurznachrichtendienst Twitter einen Post geteilt, wonach Elon Musk mit seinem Privatjet vom Flughafen Braunschweig gestartet war. „Warst Du in der Gegend @elonmusk?“, schrieb VW dazu. Braunschweig ist der nächste Flughafen zur Konzernzentrale in Wolfsburg. Eine VW-Sprecherin wollte sich offiziell nicht zu der Angelegenheit äußern.

Laut „Handelsblatt“ hält Diess große Stücke auf Musk – und dem Tesla-Gründer imponiere durchaus die entschlossene E-Auto-Strategie, die Diess VW verordnet habe. Um 23:45 Uhr am späten Donnerstagabend war der inoffizielle E-Auto-Gipfel offenbar wieder vorbei, Musks Jet hob um diese Zeit ab und nahm Kurs auf die USA.

Icon: Der Spiegel