Philipp Schröder, der mit dem US-Unternehmer Elon Musk den deutschen Bereich des Elektroautoherstellers Tesla aufgebaut hat, ist in die CDU eingetreten. Der ehemalige Deutschlandchef des Unternehmens, der eine Größe in der Start-up-Szene ist, stand bisher den Grünen nahe, war jedoch nie Mitglied der Umweltpartei.

„Ich habe festgestellt, dass ich bei Gesprächen mit Grünen an ideologische Grenzen kam“, sagte der 36-Jährige dem SPIEGEL. „Es fällt den Grünen schwer, ein gesamtwirtschaftliches Konzept zu entwickeln.“ Das habe ihn zum Umdenken gebracht.

Er sei gewiss auch nicht in allen Punkten mit der Union einverstanden, sagte der Manager, der in der Vergangenheit CDU und CSU für ihre Klimapolitik angegriffen hatte, insbesondere Wirtschaftsminister Peter Altmaier. „Ich sehe aber einen Pragmatismus bei jüngeren CDU-Abgeordneten und glaube, dass Unternehmer die Partei auch bei der Entwicklung neuer Konzepte unterstützen sollten“, sagte Schröder.

2018 gründete Schröder Fintech CAPinside, ein Unternehmen, das Finanzinstrumente für ein breites Publikum zugänglicher machen soll, um auch in grüne Technologien zu investieren.

Schröder hält Schwarz-Grün für die beste Koalitionsoption. Den Weg geebnet für seinen Eintritt in die CDU habe der Hamburger Bundestagsabgeordnete und designierte CDU-Landeschef Christoph Ploß. „Christoph hat mich überzeugt, dass wir Unternehmer gerade jetzt mehr Verantwortung übernehmen müssen und vielleicht etwas weniger von Start-up-Bühnen Sonntagsreden halten sollten“, so Schröder.

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