Der Star ist die Kunst, meint das von Hasso Plattner gegründete Kunstmuseum in Potsdam, wenn es ab sofort die Impressionismus-Sammlung Plattners zeigt. Die millionenschwere Kollektion umfasst unter anderem Meisterwerke von Monet, Renoir und Signac. Mit 34 Gemälden von Claude Monet sind außerhalb von Paris nirgends in Europa mehr Werke dieses Künstlers an einem Ort zu sehen. „Potsdam wird damit eines der weltweit wichtigsten Zentren impressionistischer Landschaftsmalerei“, verkündet Museumsleiterin Ortrud Westheider.

Ihr Museum, das seit seiner Gründung vor vier Jahren in einem rekonstruierten klassizistisch-barocken Palast residiert, gewinnt ein gewichtiges Pfund. Denn es dürfte den Leihverkehr für die Wechselausstellungen und internationale Kooperationen beflügeln. Der heimliche Star aber, darüber täuscht auch die anstehende Schau nicht hinweg, ist natürlich der Sammler hinter der Sammlung – der Kunst- und Wissenschaftsmäzen Hasso Plattner.

Der Kunst- und Wissenschaftsmäzen Hasso Plattner

Kunst als Wertanlage

Rund 200 Bilder hat Plattner zusammengetragen, seit er vor bald 50 Jahren sein erstes Bild kaufte – ein Gemälde des Mannheimer Malers Peter Schnatz (1940-2004). Zur gleichen Zeit, Anfang der 1970er Jahre, hob Plattner mit anderen ehemaligen IBM-Managern den Software-Konzern SAP aus der Taufe, heute das wertvollste deutsche Unternehmen. Plattner wurde darüber zum Milliardär. Ein Teil seines Geldes gab er für Kunst aus. „Ich habe das Kunstsammeln nie betrieben, um damit Geld zu verdienen“, verriet er kürzlich den ″Potsdamer Neuesten Nachrichten“. Doch seien die Bilder inzwischen seine größte Wertanlage außerhalb der SAP-Aktien.

Raoul Dufys „Am Strand von Sainte-Adresse“ – jetzt zu sehen im Museum Barberini in Potsdam

Da hängen sie nun, die Werke von Claude Monet, Camille Pissarro, Auguste Renoir und Alfred Sisley – lichtdurchflutete Landschaften, mit denen die Maler in den 1860er Jahren die Kunst revolutionierten und sich von den…